Verbrennung pflanzlicher Abfälle im Außenbereich nicht mehr zulässig!

Reisig verbrennen.Quelle.svz.de Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle wie Reisig und Grünschnitt war in der Vergangenheit aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Außenbereich unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Unter anderem war das Verbrennen bei der Gemeinde anzuzeigen. Wie das Umweltamt des Landratsamtes Enzkreis nun mitteilt, sind die abfallrechtlichen Grundlagen des Abfallbeseitigungsgesetzes aus dem Jahr 1972 inzwischen überholt. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz hat in § 6 die europäische Abfallhierarchie übernommen. Hiernach hat die Abfallverwertung absoluten Vorrang vor einer Beseitigung – also auch vor dem Verbrennen. Durch die bundesrechtliche Regelung sind abweichende landesrechtliche Vorschriften außer Kraft.

Enzkreis.de Im Enzkreis ist bei pflanzlichen Abfällen eine Verwertung beispielsweise über die Häckselplätze oder über eine Eigenkompostierung möglich. Ein Verbrennen solcher Abfälle an der Anfallstelle kann in Zeiten der weltweiten Klimaerwärmung deshalb nur noch in Ausnahmefällen (z. B. bei ansteckendem Schädlingsbefall) in Frage kommen. Eine solche Ausnahme ist im Vorfeld mit dem Umweltamt abzustimmen. 

Die geänderte Rechtslage gilt ab sofort.
Festgestellte Verstöße können mit einer Geldbuße geahndet werden. Das Ordnungsamt bittet um Beachtung und Einhaltung der rechtlichten Vorgaben!