Landratsamt Enzkreis

Am 27. Juni: Infoveranstaltung „Winzer im Nebenerwerb“

Die Fachschule für Landwirtschaft in Bruchsal bietet ab November eine Weiterbildung für Winzer im Nebenerwerb an. Am Dienstag, 27. Juni, können sich Interessierte über Ablauf und Inhalte informieren. Nach Abschluss des zweijährigen Kurses sind die Teilnehmer als staatlich geprüfte Fachkraft für Weinbau und Oenologie zertifiziert.

Kenntnisse der Produktionstechnik, der Ökonomie und der Vermarktung entscheiden auch im weinbaulichen Nebenerwerb über den wirtschaftlichen Erfolg und damit über die weitere Existenz des oft über Generationen im Familienbesitz befindlichen Betriebs. Zu den Kursinhalten gehören zudem Umweltschutz, Kellerwirtschaft mit Sensorik und Marketing, Weinbaupolitik und Weinrecht.

Der Informationsabend findet um 19 Uhr im Landwirtschaftsamt in Bruchsal (Am Viehmarkt 1) statt. Eine Anmeldung zur Informationsveranstaltung ist nicht notwendig. Weitere Informationen gibt es bei Arno Zürcher unter Tel. 0721 936-88710, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

B 10: Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Wilferdingen und dem Ersinger Kreuz

Vollsperrung der Bundesstraße

BaustellenwarnungAm Dienstag, 6. Juni 2017, beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke. Für die Straßenbauarbeiten muss die B 10 zwischen dem Ersinger Kreuz und dem Ortsende von Wilferdingen voraussichtlich bis zum 12. November 2017 voll gesperrt werden.

In der ersten Phase der Straßenbauarbeiten ist zudem die Kreuzung von und nach Nöttingen (B 10/L 339) voraussichtlich bis zum 16. Juni voll gesperrt.
Von Pforzheim kommend verläuft die Umleitung ab dem Ersinger Kreuz über die K 4538 nach Keltern und weiter über Auerbach, Langensteinbach, Mutschelbach nach Kleinsteinbach.
Von Karlsruhe kommend wird der PKW-Verkehr ab der Ortseinfahrt Wilferdingen über die L 570 nach Königsbach, Kämpfelbach, Ersingen, Ispringen und weiter nach Pforzheim umgeleitet.

Der LKW-Verkehr wird ab dem Ortseingang Wilferdingen über Königsbach-Stein und Eisingen auf die B 294 nach Pforzheim-Nord geführt.
Wenn die Kreuzung nach Nöttingen wieder frei ist, verläuft die Umleitung von Pforzheim kommend ab dem Ersinger Kreuz über Keltern und Nöttingen zurück auf die B 10.

Die Kosten der Maßnahme betragen rund 4,4 Millionen Euro und werden durch den Bund getragen.

Weitere Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen finden sich im Internet unter
www.vm.baden-wuerttemberg.de/

www.bmvi.de- Rubrik Baustellen- Infosystem;

www.baustellen-bw.de

Jugendfonds-Kuratorium tagt im Juli

Anträge für neue Projekte jetzt stellen

Die nächste Kuratoriumssitzung für den Jugendfonds des Enzkreises, in der über kommende, geplante Projekte in 2017 entschieden wird, findet im Juli statt. Anträge müssen bis spätestens 23. Juni bei der Geschäftsstelle des Jugendfonds eingegangen sein; Informationen und die Antragsformulare gibt es im Internet unter www.jugendfonds-enzkreis.de.

Gefördert werden Projekte von Jugendlichen selbst und Projekte, die Angebote für Jugendliche machen – sei es von Jugendgruppen, Vereinen oder von Initiativen aus dem Enzkreis. Die Projekte dürfen noch nicht stattgefunden haben oder abgeschlossen sein. Wichtig ist, dass die Jugendlichen bei der Planung und Durchführung beteiligt werden.

Wer weitere Informationen benötigt oder mehr über die Unterstützung durch den Jugendfonds wissen möchte, kann sich auch an Jugendreferentin Carolin Bauer wenden; sie ist erreichbar unter Tel. 07231 308-9366 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 „Der Wald im Enzkreis“, Teil 6

Wald und Wild – Symbiose unter dem Einfluss des Menschen

. Der Wald prägt die Landschaft im Enzkreis. Von den ausgedehnten Eichenwäldern im Stromberg bis hinauf in den Nordschwarzwald mit seinen Tannenbeständen bedeckt er etwa 40 Prozent der Kreisfläche. Er dient der Erholung der Bürger, ist Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten und liefert einen einzigartigen nachwachsenden Rohstoff. Der Förster sorgt für einen Ausgleich der verschiedenen Interessen; in einer Serie im Mitteilungsblatt erfahren Sie, was er im Jahreslauf im Wald tut.

Wald und Wildtiere gehören zusammen

Der Wald ist in unserer intensiv genutzten Landschaft der wichtigste Lebensraum für wildlebende Tiere. Er ist das Ökosystem mit der größten Naturnähe, also am wenigsten vom Menschen überprägt. Wald und Wildtiere sind daher zwei Seiten ein und derselben Medaille: Sie gehören zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Wildtiere haben daher auch Einfluss auf die Ziele des Menschen – dabei ist meist das sogenannte Schalenwild gemeint.

Schalenwild ist eine Bezeichnung aus der Jägersprache für die bei uns wildlebenden Paarhufer. Dazu zählen neben den Hirschen wie Reh- und Rotwild auch Wildschweine, Mufflons, Gämsen und Steinböcke. Bis auf die allesfressenden Wildschweine sind all diese Arten wiederkäuende Pflanzenfresser. Rehe etwa ernähren sich von jungen Trieben, Knospen und eiweißreichen Pflanzenteilen. Rothirsche bevorzugen faserreichere Kost aus Gräsern, schälen aber mitunter auch die Rinde von Bäumen. Bei den geweihtragenden Hirscharten kommt hinzu, dass sie jedes Jahr den Bast ihrer Geweihe an jungen Bäumen abfegen, wodurch der Baum häufig so stark geschädigt wird, dass er abstirbt.

All diese Einflüsse auf die Waldvegetation sind in der Wildnis normal. Für uns Menschen werden sie dann zu einem Schaden, wenn das Gleichgewicht zwischen Wildbestand und Wald nicht mehr stimmt. Die Folgen zu hoher Wildbestände sind ausbleibende Waldverjüngung, Entmischung der Baumarten – denn sie werden unterschiedlich gern gefressen – oder Fäulnis an geschälten Stämmen bis hin zum Zusammenbrechen ganzer Bestände. Diese Flächen müssen aufwändig wieder aufgeforstet und die Waldverjüngung mit Zäunen geschützt werden.

Hohe Wildbestände haben gravierende Folgen

Der Mensch hat einen Großteil der ursprünglichen Lebensräume unserer Wildarten beseitigt und im Wesentlichen durch Landwirtschaft ersetzt. Dadurch sind die Tiere gezwungen, auch landwirtschaftlich genutzte Flächen als Lebensraum zu nutzen. Die meisten Schalenwildarten kommen damit gut zurecht und profitieren sogar erheblich von dem deutlich erhöhten Nahrungsangebot. Aufgrund dieser günstigen Lebensbedingungen können sich ihre Bestände sehr rasch vermehren.

Hohe Wildbestände haben jedoch gravierende Folgen auch für die Tiere selbst: Sie lösen sozialen Stress aus, begünstigen Krankheiten und Seuchen und führen im Extremfall dazu, dass die Tiere buchstäblich ihre Nahrungsgrundlage wegfressen. Zudem steigt die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr – dadurch werden nicht nur Menschen gefährdet, sondern die Tiere verenden meist qualvoll. Aus all diesen Gründen greift der Mensch über die Jagd regulierend ein. Zweck und Ziele der Jagd sind in den Wald- und Jagdgesetzen des Bundes und der Länder festgeschrieben.

Dem Wald und den Förstern kommt eine besondere Verantwortung zu. Ein naturnah bewirtschafteter, strukturierter Wald aus vielen verschiedenen Baumarten bietet dem Wild die besten Lebensbedingungen. Die Förster überwachen den Wildeinfluss in den Wäldern, beraten Waldbesitzer und Jäger zu einer optimalen Bejagung und unterstützen bei der Durchführung. Nach der Ernte im Herbst, wenn sich die Tiere von den Feldern in den Wald zurückziehen, wo sie dann mehr Deckung und Nahrung finden, können sie vor allem mit Drückjagden über einen kurzen Zeitraum störungsarm bejagt werden. Der Staatswald, in dem die Jagd überwiegend in Eigenregie organisiert wird, erfüllt dabei eine Vorbildfunktion.

Übrigens: Das Fehlen von großen Raubtieren wie Wolf, Luchs und Bär hat mit der starken Vermehrung unserer Schalenwildbestände nichts zu tun. Zwar schöpfen sie einen gewissen Teil ihrer Beutetier-Population ab, können sie jedoch nicht regulieren. Vielmehr sind sie am Ende der Nahrungskette abhängig von stabilen Beständen ihrer Beute.

 

Hochwasser-Gefahrenkarten für Gewässer im Enzkreis liegen vor

Der Klimawandel erfordert bessere Risikovorsorge

Lange haben das Land Baden-Württemberg und die Kommunen daran gearbeitet, nun liegen sie flächendeckend vor: Hochwasser-Gefahrenkarten für alle größeren Gewässer im Land. Im Enzkreis sind dies neben Enz, Nagold, Würm und Pfinz auch größere Seitengewässer wie Eyach, Kirnbach, Schmie, Metter, Kotzenbach, Kämpfelbach oder Arnbach. Die Karten zeigen, welche Flächen abhängig von der Schwere des Hochwasserereignisses überschwemmt werden können. Dargestellt sind außerdem die möglichen Überflutungstiefen.

Hochwasser-Gefahrenkarten dienen als Grundlage für die Hochwasservorsorge und den Katastrophenschutz. In der Kommunal- und Regionalplanung ermöglichen sie es, wichtige Retentionsräume zu schützen und neue Risiken zu verhindern. Außerdem bieten sie Informationen für Bürger und Betriebe, die selbst Schutzmaßnahmen planen oder optimieren möchten. Erster Landesbeamter Wolfgang Herz zeigt sich als Umweltdezernent zufrieden, dass das umfangreiche Datenmaterial jetzt fertiggestellt ist: „Die Karten sind ein wichtiges Instrument der Risikovorsorge und eine unverzichtbare Planungsgrundlage vor allem für die Gemeinden.“

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