Landratsamt Enzkreis

„Der Wald im Enzkreis“

Mit diesem Beitrag beginnt eine Serie, die im Gemeindeblatt erscheint und in der es um die vielen Aspekte der heutigen modernen Waldbewirtschaftung im Enzkreis geht. Die Beiträge geben einen Einblick in die tägliche Arbeit der Förster und zeigen vor allem, welche Bedeutung der Wald mit seinen wertvollen Funktionen für Mensch und Umwelt hat und wie wichtig eine nachhaltige Bewirtschaftung für seinen Erhalt ist.

Wald und Landschaft

Enzkreis Wald 2017 01Der Enzkreis ist mit 324 Einwohnern pro Quadratkilometer überdurchschnittlich dicht besiedelt; in Baden-Württemberg leben nur 250 Einwohner auf einem km². Dennoch ist der Enzkreis sehr waldreich: Über 40 Prozent sind mit Wald bedeckt – mehr als im Landesdurchschnitt (38 Prozent) und deutlich mehr als bundesweit: In ganz Deutschland sind etwa 30 Prozent der Fläche bewaldet. Insgesamt hat der Enzkreis eine Waldfläche von 23.000 Hektar.

Zudem zeichnet sich der Enzkreis durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Naturräumen aus, die auf verschiedenen geologischen Formationen beruhen und sich auch in sehr verschiedenen Wäldern widerspiegeln: Die Hügel in Heckengäu und Kraichgau sind durch fruchtbare Muschelkalböden geprägt, auf denen hauptsächlich Landwirtschaft betrieben wird. Hier kommen von der Buche dominierte Laubwälder vor. Der markant aus der Landschaft ragende Stromberg ist ein waldreicher Höhenzug auf Keuperböden, an dessen Hängen Weinbau betrieben wird. Die Eiche ist hier die prägende Baumart. Südlich der Enz erheben sich auf Buntsandstein-Formationen die Berge des Nordschwarzwaldes. Dieser Teil des Enzkreises ist am dichtesten bewaldet, hier sind Mischwälder aus Tanne, Fichte und Buche charakteristisch. Die Verteilung von Nadel- und Laubholz ist damit im Enzkreis etwa ausgeglichen.

Waldeigentum und Verwaltung

Der Wald im Enzkreis teilt sich in drei Besitzarten auf: 1.700 Hektar (7 Prozent) sind in privater Hand. Der überwiegende Teil, nämlich 93 Prozent, sind somit öffentliche Wälder. Etwa ein Drittel gehört als sogenannter Staatswald dem Land Baden-Württemberg, der große Rest (61 Prozent) befindet sich im Eigentum der 28 Städte und Gemeinden, von denen jede Wald besitzt.

Obwohl dem Enzkreis selbst kein Wald gehört, ist er mit dem Forstamt im Landratsamt für alle Waldbesitzer zuständig. Die Revierleiter der 21 Forstreviere sind entweder Beamte des Landkreises oder der Kommunen, abhängig davon, ob sie Staatswald betreuen oder nur kommunale Wälder in ihrem Revier liegen. Die Förster sind Ansprechpartner für die Waldbesitzer ebenso wie für die Bürger, und sie sind verantwortlich für die Organisation der Forstarbeiten. Ihnen zugeteilt sind knapp 50 Waldarbeiter, die einen Großteil der Arbeiten durchführen.

Der Wald hat 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag geöffnet. Wo immer man den Wald betritt, ob einen Eichenwald am Stromberg oder einen Tannenmischwald im Schwarzwald: immer ist dieser Wald ein Produkt intensiver, teils Jahrhunderte währender Pflege und Bewirtschaftung durch den Menschen. Nur dank vieler Generationen von passionierten Förstern können wir heute von den Wertschöpfungen und den Wohlfahrtsleistungen unserer Wälder profitieren.

Die Aufgabe der Förster geht deshalb heute weit über das Bereitstellen von Holz hinaus: Förster müssen die vielen, oft konträren Interessen am Wald moderieren und in einer zukunftsfähigen Bewirtschaftung zusammenführen, damit Menschen in 100 oder 200 Jahren ebenso großartige Wälder betreten können wie wir heute.

Im nächsten Teil der Serie geht es um die historische Entwicklung der Waldnutzung bis heute – und wie der Mensch dadurch die Wälder im Enzkreises geprägt hat.

 

Verbraucherschutz- und Veterinär- sowie Landwirtschaftsamt des Enzkreises ziehen auf die Wilferdinger Höhe

Das Landratsamt an der Zähringerallee platzt aus allen Nähten, und auch in der „Filiale“ in der Östlichen ist kein Platz mehr. Deshalb hat der Enzkreis auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim ein Bürogebäude angemietet; dort, in der Stuttgarter Straße 23, finden im Januar zwei komplette Ämter ein neues „Zuhause“. Zunächst ist am Mittwoch, 11. Januar, das Verbraucherschutz- und Veterinäramt gezogen, zwei Wochen später das Landwirtschaftsamt.

Sämtliche Sachbearbeiter werden ihre bisherigen Telefonnummern behalten. Auch die Öffnungszeiten ändern sich nicht: Montag von 8 bis 12:30, Dienstag von 8 bis 12:30 und von 13:30 bis 18 Uhr, Donnerstag von 8 bis 14 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Abfuhrpläne 2017 im Internet verfügbar:

Teilweise Änderungen beim Wochentag der Leerung von Grünen Tonnen

Ab sofort sind die Abfuhrpläne für die Restmüll- und Bioabfalltonnen sowie die Grünen Tonnen für das kommende Jahr im Internet unter www.entsorgung-regional.de abrufbar. Unter dem Stichwort „Abfuhrpläne, Infomaterial“' können sie auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.   Ebenso online sind die Öffnungszeiten der Recyclinghöfe. Verteilt wird der Abfuhrplan ab Montag, 12. Dezember, direkt an die Haushalte. Im Januar liegen die Pläne dann auch auf den jeweiligen Rathäusern aus.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es ab Januar Änderungen bei der Grünen Tonne: Manche  Touren finden künftig an einem anderen Wochentag statt. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich schon jetzt über die anstehenden Änderungen informieren“, weist der Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft Ewald Buck auf die Umstellung hin. Bedingt durch die Feiertage gilt jedoch erst Mitte Januar der normale Turnus; bis dahin kommt es zu Verschiebungen der Leerungstage für alle Abfall- bzw. Altstoffarten.

Interessenten können sich die Leerungstermine auch kostenlos per E-Mail zuschicken lassen. Die Anmeldung funktioniert ebenfalls über die Entsorgungsplattform (Stichworte „Termine, Einsammlung“ und dann „Terminservice“). Zur Wahl stehen zwei Tage im Voraus sowie zwei- oder vierwöchentlich. „Wer diesen Service nutzt, erhält eine Benachrichtigung über die Leerungstermine und kann die Abfallbehälter pünktlich bereitstellen“, so Abfallberater Reinhard Schmelzer.

Für weitere Fragen rund um das Thema Abfall stehen er und sein Kollege Dr. Dieter Eickhoff  telefonisch unter Rufnummer 07231 354838 gerne zur Verfügung.

 

Enzkreis-Jahrbuch Band 15 erschienen

 Der Enzkreis präsentiert in seiner Buchreihe seit nunmehr 30 Jahren Historisches und Aktuelles aus der Pforzheimer Region. Ganze vier Jahre sind vergangen, seit der letzte Band der Jahrbuchreihe erschienen ist. So lange hat das Kreisarchiv mit Unterstützung aus der Pressestelle immer wieder gesammelt, recherchiert, lektoriert, korrigiert und schließlich illustriert. Dafür ist der fünfzehnte Band auch weitaus umfangreicher als all seine Vorgänger geworden. Statt rund 350 Seiten sind es diesmal fast 500 geworden. Weil sich gleich eine ganze Reihe der 25 Einzelbeiträge mit dem Bereich oder dem Kloster Maulbronn beschäftigen, fiel die Wahl des Titelbildes diesmal auf das UNESCO-Weltkulturerbe.

Allgemeinverfügung des Landratsamts Enzkreis zur Aufstallung von Geflügel und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in einem festgelegten Gebiet zu präventiven Zwecken vom 18.11.2016

Auf Grund von §§ 13 der Geflügelpest-Verordnung1) in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Mai 2013 (BGBl. I S. 1212) i.V.m. §§ 38 Abs. 11 und 6 Abs. 1 des Tiergesundheitsgesetzes2) vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324), des § 4 der Viehverkehrsverordnung3) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. März 2010 (BGBl. I S. 203) und § 1 Abs. 3 des Gesetzes zur Ausführung des Tierseuchengesetzes4) vom 19. November 1987 (GBl. S. 525) erlässt das Landratsamt Enzkreis folgende

A l l g e m e i n v e r f ü g u n g

1.         Für alle privaten und gewerblichen Tierhalter, die Geflügel i.S. des § 1 Abs. 2 Nr. 2 der Geflügelpestverordnung im Gebiet des Enzkreises halten, wird eine Aufstallung des Geflügels angeordnet
a) in geschlossenen Ställen oder
b) unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss.

Unterkategorien

Zum Seitenanfang