Dietlinger Pappelallee hat ihr Aussehen verändert

ZG 9 18 001Im übertragenen Wortsinn „Schnee von gestern“ sind nun auch die letzten Pappeln der Dietlinger Pappelallee. Anfangs der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Windschutz bei der Neuanlage von Rebflächen oberhalb des Dietlinger Klepbergs gepflanzt, wurde die etwa 600 Meter lange, mit rund 50 Kanadischen Pappeln bestandene Baumreihe zu einem weithin sichtbares Landschaftszeichen. Wegen des steinigen Untergrunds auf dem Höhenzug allerdings am tiefwurzeln gehindert, breitet sich das Wurzelwerk der zum Schluss rund 30 Meter hohen Bäume dann allerdings weit in die Rebzeilen hinein aus und sorgte für Ertragseinbußen.

 ZG 9 18 002So hatten die betroffenen Winzer bereits 1980 beantragt die Bäume zu fällen. Damals war der Unterwuchs aber noch sehr nieder sodass auch von Seiten des Naturschutzes eine negative Veränderung des Landschaftsbildes attestiert wurde. Daraufhin wurde man von Seiten der Gemeinde zunächst nicht aktiv. Im Laufe der Jahre machte aber Totholz in den Baumkronen und Stammfäule die Baumriesen zu einer Gefahr für die zahlreichen Spaziergänger. So wurde die Baumreihe, auch durch Sturmwurf nach und nach ausgedünnt. Außerdem haben die Bäume mit rund 70 Jahren auch ihr Lebensalter erreicht. Die Stürme der jüngsten Zeit hatten die Gemeinde veranlasst ein Gutachten zu erstellen, dessen Ergebnis das Fällen der letzten rund zehn Pappeln aus Gründen der Verkehrssicherheit war.

 ZG 9 18 003Die Maßnahmen ist zwischenzeitlich abgeschlossen.