Gleich zur ersten Öffnung der Gemeinde herrschte Hochkonjunktur

Mosterei2018 001Ein untrügliches Zeichen für die angebrochene dritte Jahreszeit sind die Traubenlese und die Apfelernte. Auch mit den langen Schlangen vor den Obstannahmestellen und den Keltern wird deutlich, dass der Herbst ins Land gezogen ist. Was einerseits den Weinberg- und Obstbaumbesitzern Freude bereitet, ist andererseits auch mit viel Arbeit verbunden. Eine Arbeit die jedoch gerne erbracht wird, wohlwissend, dass es dafür zuerst neuen Wein oder Apfelsaft und später auch edle Rebensaft, Most oder dauerhaft haltbar gemachten Saft gibt. In diesem Sinne ging es gleich am ersten Öffnungstag recht geschäftig in der Kelterner Gemeindemoste im Bauhof an der Niebelsbacher Grenzsägmühle zu. Bereits seit sechs Jahren erfolgt hier der Betrieb durch ein ehrenamtliches, fünfköpfiges Helferteam unter der organisatorischen Leitung von Manfred Seemann. Nach Saisonende kommt dann der finanzielle Erlös des ehrenamtlichen Engagements verschiedenen Hilfsorganisationen und sozialen Einrichten zugute. “In den zurückliegenden Jahren waren dies insgesamt 16.500 Euro“, so Manfred Seemann.

 Mosterei2018 002Außerdem garantierte der Keltereibetrieb auch den Erhalt des Streuobstbaus und des Hobbyweinbaus. Neben der Hauptaufgabe - dem Obstpressen- können in der Gemeindemoste auch Trauben entbeert, gemahlen und gepresst werden. Wegen der Größe der Trauben-Spindelpresse ist hier jedoch eine Mindestmenge von 300 Litern erforderlich.  Auf der Obst-Bandpresse können Trauben nur vermischt mit Obstmaische gepresst werden. Wie bereits bei der „Saisoneröffnung“ deutlich wurde, erfreut sich aber insbesondere der haltbar gemachte Apfel- oder Traubensaft aus eigenem Anbau großer Beliebtheit. Wohl an die 5000 Liter Saft wurden so allein gestern gepresst und davon 1.500 Liter in Fünf-Liter Saftpakete (Bag-in-Box) abgefüllt. „Das ist aber nur der Anfang“ freut sich Manfred Seemann, der davon ausgeht, dass die Moste voraussichtlich bis Ende Oktober geöffnet sein wie.

Mosterei2018 003Er und sein Helferteam waren im vergangenen Jahr wegen der vernichtenden Frühjahrsfröste und dem mangelndem Obstertrag größtenteils „arbeitslos“. Für dieses Jahr liegen aber schon zahlreiche Anmeldungen vor. Wer jedoch das „Bag in Box-System“ in Anspruch nehmen möchte muss sich unbedingt zu den Öffnungszeiten: mittwochs und freitags von 13 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 14 Uhr persönlich oder telefonisch unter Tel.: 0175 - 80 89 794 anmelden. Eine telefonische Anmeldung ist außerdem auch montags von 16 bis 18 Uhr möglich