Weideabtrieb lockte die Besucher in Scharen

GN45 18Weideabtrieb4Eigentlich ist Keltern ja eine Weinbaugemeinde. Deshalb rangieren auch das Weinfest, das Weinblütenfest und der Weinwandertag an erster Stelle, was die Besucherzahlen anbelangt. Ein nicht minder starker Publikumsmagnet ist aber schon seit acht Jahren der Weideabtrieb von Hobbylandwirt Klaus Nittel mit seiner Hinterwälder Rinderherde. Auch diesmal lockte das alpenländische Spektakel wohl an die 1500 Besucher nach Dietlingen, vor allen Dingen an den Rastplatz am verlängerten Niebelsbacher Weg. Während es hier für die Kühe frisches Gras auf der Weide gab, genossen die Besucher, das Verpflegungsangebot des Kelterner Heimatvereins. Aber nicht ein gutes Viertele, Bier, Glühmost oder eine heiße Wurst sorgte für gute Stimmung; es waren vielmehr auch die zahlreichen netten  Begegnungen, Sprüche und Gespräche mit Freunden und Bekannten, aber auch mit vielen Auswärtigen. Alle nutzten sie das schöne Herbstwetter und den Weideabtrieb für eine kleine Wanderung.

GN45 18Weideabtrieb9Ein Hingucker beim Weideabtrieb waren auch die Traktoren-Veteranen der Schlepperfreunde  Straubenhardt. Das Bild zeigt einen unlizenzsierten polnischen Nachbau eines Lanz-Bulldogs. Über dieses Unikat freuen sich sein Besitzer (v.r.) Manuel Rau aus Feldrennach und seine Schlepperfreunde Zeljko Vargic und Torben Schneider.

Auch das Fachsimpeln über alte Traktoren, mit denen die Schlepperfreunde Straubenhardt vertreten waren bereitete den Besuchern, insbesondere der Männerwelt große Freude. Auch Klaus Nittel, der zusammen mit Sohn Sebastian, dessen Freundin Carolin Burger, sowie Christian Lenort und Ralf Hofsäß die Herde mit den fünf Hinderwälder Rindern  vor dem Weideabtrieb geschmückt und dann sicher durch den Ort geleitet hatten,  freute die Stimmung.

GN45 18Weideabtrieb8Für gewisses Staunen sorgte auch der „Kettensägenkünstler“ – Georg Kuhn aus Birkenfeld Gräfenhausen. Zusammen mit Tochter Jaqueline hatte er die unterschiedlichsten Skulpturen aus Baumstämmen oder –scheiben geschnitzt und damit die staunende Zuschauermenge erfreut. Gefreut haben sich auch die Mitglieder des Kelterner Heimatvereins (AHK), die diesmal so viel zu tun hatten wie nie. Aber alles klappte wie am Schnürchen und sowohl die Veranstalter als auch die Besucher waren zufrieden. Natürlich hatte auch das schöne Wetter das Seinige zum Gelingen des Tages beigetragen. So werden Alt und Jung diesen Tag in schöner Erinnerung behalten und wahrscheinlich auch im kommenden Jahr den Weideabtrieb in Dietlingen besuchen.