Das Landratsamt Enzkreis beschränkt die Ausübung des Gemeingebrauchs an oberirdischen Gewässern vom 03.09. bis einschließlich 17.10.2020

GieskanneIm Enzkreis wird das Entnehmen von Wasser aus oberirdischen Gewässern mit Hilfe technischer Geräte (wie Pumpen, Vakuumfässern, Schläuchen) sowie das Schöpfen mit Handgefäßen (wie Gießkannen, Eimern) in der Zeit vom 03. September 2020 bis einschließlich 17. Oktober 2020 durch die „Rechtsverordnung Wasserentnahmebeschränkung“ verboten.

Trotz der aktuellen Regenereignisse erforderte die Situation jetzt unser Handeln, denn: die Gewässer erholen sich nur sehr langsam von der Trockenheit.

 

Um die Bevölkerung und insbesondere auch die Landwirtschaft so wenig wie möglich zu beschränken, hat das Umweltamt des Landratsamts Enzkreis - auch in der Hoffnung auf nachhaltige Niederschläge - so lange wie möglich mit dem Erlass der Verordnung zur Beschränkung des Gemeingebrauchs zugewartet. Aktuell sind jedoch Abflüsse und Wasserstände in den Gewässerpegeln zu messen, die den niedrigsten gemessenen Werten im Zeitraum 1981 - 2010 entsprechen, teilweise diese Werte sogar noch unterschreiten. Die Situation ist prekär! In den Monaten April bis Juli fielen in Baden-Württemberg nur rund 57 % des Gebietsniederschlages, der im langjährigen Mittel (Referenzperiode 1961-1990) für diesen Zeitraum üblich ist.

Die aktuellen Regenereignisse lindern die Situation in den Fließgewässern nur kurzzeitig, das Regenwasser fließt ab, die Pegelstände sinken innerhalb weniger Stunden oder Tage erneut auf das niedrige Niveau ab. Im Vergleichszeitraum 2018, in dem erstmalig der Gemeingebrauch beschränkt werden musste, hatten wir in unseren Flüssen und Bächen bis Ende November trotz regelmäßiger Niederschläge nach dem heißen Sommer allenfalls "mittleres Niedrigwasser" zu verzeichnen - einen Mittelwert der niedrigsten jährlichen Wasserstände.

Landratsamt Enzkreis
Untere Wasserbehörde

Download Rechtsverordnung Wasserentnahmebeschränkung