Gernsbacher Wolf bislang nicht im Enzkreis aufgetaucht

Landratsamt stellt Informationen im Internet bereit

„Ich denke, dass der Wolf mit der Bezeichnung GW 852m im Nordschwarzwald heimisch geworden ist“, sagt Bernhard Brenneis, Wildtier-Beauftragter im Enzkreis. Denn das Tier, das in eine Schafsherde bei Wildbad eingedrungen sei, ist auch für einen weiteren Riss bei Gernsbach verantwortlich. Das hat die gentechnische Analsyse ergeben. Bei Wildbad waren Ende April 44 Tiere gestorben.Brenneis stützt seine Vermutung auch darauf, dass die letzten acht eindeutigen Wolfsnachweise in Baden-Württemberg allesamt im Murgtal lagen.

Da jedoch bisher kein Nachweis eines weiteren Wolfes gefunden wurde, geht der Fachmann davon aus, dass es derzeit kein Wolfsrudel im Nordschwarzwald gebe. Im Enzkreis gingen 2018 bisher 22 Meldungen über Wolfsverdacht ein. Lediglich ein genetischer Nachweis (im Januar in Iptingen) wies eindeutig auf einen Wolf – einen anderen als den aus dem Murgtal: dieses Tier trug das Kürzel GW 883Auch wenn ein Aufeinandertreffen von Mensch und Wolf wegen dessen Scheu sehr unwahrscheinlich sei, rät Brenneis: „Begegnen Sie dem Wolf wie anderen Wildtieren auch mit Respekt, halten Sie Abstand und gehen Sie nicht auf die Tiere zu.“ Angelockt oder gar gefüttert werden dürfen Wölfe auf keinen Fall. Hundebesitzer, so Brenneis, sollten ihre Tiere im Wald immer an der Leine führen. Für den Fall, dass ein Wolf ein auffälliges Verhalten zeige, könne er gefangen oder sogar geschossen werden.Im Mai hat das Umweltministerium die Förderkulisse „Wolfsprävention" eingerichtet. In diesem Gebiet, zu dem im Enzkreis Straubenhardt, Engelsbrand und Neuenbürg gehören, werden Maßnahmen zum Schutz vor Schäden durch den Wolf gefördert. Zum Beispiel erstattet das Land Haltern von Ziegen, Schafen und Gehegewild für wolfssichere Zäune, Elektrozaungeräte oder Erdungsstäbe 90 Prozent der Materialkosten.Weitere Informationen und zahlreiche Links zu interessanten Seiten rund um den Wolf hat das Landratsamt auf seiner Homepage zusammengestellt (www.enzkreis.de). Wer einen Wolf gesichtet zu haben glaubt, kann sich an die Forstliche Versuchsanstalt (FVA) in Freiburg wenden unter Tel. 0761 4018-274 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Wildtier-Beauftragte Bernhard Brenneis ist per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!oder telefonisch unter 07083 2429 und mobil unter 0172 7617624 erreichbar.