Neuer Naturschutzverein „Natur in Keltern“ gegründet

NIK001Das Gemeindeprojekt zur Zukunftsausrichtung der Kommune durch bürgerschaftliches Engagement und entsprechendes Verwaltungshandeln trägt Früchte. War vor kurzem schon die Einrichtung eines Inklusionsrates das erste Ergebnisse des Projekts „Leitbild Keltern-eine Gemeinde auf der Höhe der Zeit“, so hat sich aus dem Leitbildprozess heraus nun auch eine engagierte Gruppe mit dem Namen „Natur in Keltern“ (NIK) als Verein konstituiert. Die Gründungsversammlung fand, wie könnte es anders sein, nicht im Saal, sondern bei der Grillhütte oberhalb der Ellmendinger Weinberge statt. Als Versammlungsleiter fungierte Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger. In einem kurzen Rückblick ging Fritz Dittus aus Weiler nachmals auf den Entstehungsprozess ein. So hätten sich im Rahmen des Leitbildprojektes mehrere an der Natur und der Landschaft von Keltern interessierte Bürger, unter anderem auch Imker, Jäger, Amphibienfreunde, Ornithologen, Tierfreunde, Streuobstbesitzer, Hobbygärtner und viele andere Naturbegeistere zu einer Interessengruppe zusammengefunden. Schon dabei wurde deutlich, dass es vielfältige Möglichkeiten, Ansatzpunkte und Notwendigkeiten gibt, die Natur, die Landschaft und die Gewässer in Keltern zu erhalten, zu schützen und zu fördern.

NIK002Diesen Ehrgeiz trage jedes der insgesamt 17 Mitglieder der Interessengemeinschaft in sich. Dabei möchte zukünftig Jeder seine Fähigkeiten und sein Wissen in die Sache einbringen. So wurden bereits vor der Vereinsgründung unter anderem Biotope wieder hergestellt oder neu angelegt. Auch die Streuobstaktion zum den Ortsteiljubiläen von Ellmendingen und Weiler war von der Initiative angeregt worden und wird jetzt in Kooperation mit der Gemeinde und den Kelterner  Obst- und Gartenbauvereinen umgesetzt. Damit künftig weitere Ziele erreicht werden können und man auch über eine fundierte Legitimation gegenüber anderen im Naturschutz tätigen Organisationen, sowie bei den Behörden, Institutionen und der örtlichen Verwaltung verfüge, habe man sich zur Vereinsgründung entschlossen.

In diesem Sinne trafen sich am Donnerstagabend insgesamt 17 interessierte Bürger und beschlossen einstimmig die Vereinssatzung, sowie die Besetzung der Verwaltungsposten.

So wurde Fritz Dittus im doppelten Wortsinn als erster, erster Vorsitzender, Roland Schultner zu dessen Stellvertreter, Hermann Seufer zum Finanzbeauftragten und Antje Schultner zur Schriftführerin gewählt. Auf die Wahl von Beisitzern wurde zunächst verzichtet. Als Versammlungs- und Wahlleiter fungierte Bürgermeister Steffen Bochinger, der das Engagement und den Einsatz der NIK-Mitglieder für die heimische Flora und Fauna lobte. Künftig will der Verein unter anderem regelmäßige Informationsveranstaltungen sowie Workshops und Projektmitarbeit insbesondere auch für Jugendliche anbieten. Auch über ein, dem Keltern Wappen nachempfundes Logo verfügt NIK und hat bereits eine eigene
Internetseite: www.natur-in-keltern.de

NiK Logo v2Das Logo ähnelt bewusst dem Wappen der Gemeinde Keltern. Es werden die gleichen Farben verwendet. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der Verein Keltern als seine Heimatgemeinde sieht, sich mit dieser identifiziert und hier seine Tätigkeitsschwerpunkte sieht. Es zeigt ein Schild im Göpelschnitt geteilt; oben rechts in Silber (Weiß) eine Eule vor blauen Grund. Oben links ein blauer Baum vor silbernem (weißem) Grund, unten auf goldenem (gelbem) Schildfuß die wellenförmig gebogene Silhouette eines Feuersalamanders in Schwarz, dessen helle flecken dem Hintergrund des Schildfußes entsprechen. Über dem Schild in gleicher Breite der Vereinsnamen vor silbernen (weißem) Hintergrund. Die Dreiteilung steht dabei auch sinnbildlich für Boden, Wasser, und Luft. Die Eule oben rechts soll dabei sinnbildlich für das Wissen und Weisheit stehen, mit der unser Verein sich für die Natur und Umwelt einsetzt. Der Baum oben links, als landschaftsprägendes Element in Keltern allgegenwärtig, soll mit seinem bewusst kräftig gehaltenen Stamm Standhaftigkeit und Einheit symbolisieren. Der Feuersalamander im unteren Bereich steht als Symbol für Zerstörung und Wiedergeburt. Damit aber auch für die unzerstörbare Substanz. Feuersalamander nutzen verschiedene Elemente als Lebensraum und reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen. Sie sollten deshalb besonders beachtet und geschützt werden. Gleiches gilt für die Natur in Keltern der sich der Verein verpflichtet fühlt.